ein paar Tage Erholung an Bord der Abel Tasman

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Freitagabend gegen acht Uhr treffe ich auf dem Kai schon einige Freunde. Zusammen laufen wir über die Planke auf die Abel Tasman. Ich wähle eine Kajüte aus, setze meinen Einkaufsanteil in die Kombüse und zapfe mir erst einmal ein leckeres Bier. Das habe ich nach einer sehr anstrengenden Woche auch wohl verdient. So langsam trudeln auch die anderen Abenteurer ein. Etliche habe ich schon seit Urzeiten nicht mehr gesehen. Dieses Wochenende bietet eine ausgezeichnete Gelegenheit, Versäumtes nachzuholen, Aktuelles aufzunehmen und vor allem alte Freundschaften wieder aufleben zu lassen.

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Im Laufe des Abends setzt sich auch die Crew zu uns. Nach einigen Informationen zu Wind und Wetterlage, beschließen wir, an diesem Wochenende nach Enkhuizen zu segeln. Samstagmorgen sitzen wir bereits gegen 8 beim Frühstück. Das gelingt nicht jedem, denn es ist gestern Abend noch sehr "gesellig" gewesen. Um zehn liegen wir ab, zuerst die IJssel hinab und dann aufs IJsselmeer. Es weht ein strammer Südwestenwind, so dass wir nur so über das Wasser fliegen. über den kalten Wind lachen wir nur fröhlich. Die von Susanne selbst gekochte Erbensuppe hilft dabei sehr. Obwohl wir einige Male beim Wenden eingespannt sind, bleibt uns ausreichend Zeit, die alten Kamellen zu erzählen.

Auf dem Vordeck genießAbel Tasman unter Segelt man, deutlich am Gejohle zu erkennen, das überkommende Spritzwasser. Gegen 16:30 Uhr ist "der Drommedaris" (alter Wehrturm) von Enkhuizen schon ganz dicht vor uns. Wir holen die Segel ein und schließen alle Leinen und Schoten wieder auf, damit die Segel am nächsten Tag wieder problemlos gesetzt werden können. Der Steuermann ist zufrieden und der Kapitän hat keine Klagen bezüglich unserer Steuerkünste. Was spricht dagegen, in aller Ruhe und verdient einen zünftigen Anlegeschluck zu sich zu nehmen!

Abends geht man zum Essen in die Stadt, einige wollen gerne nur an Land gehen, andere bleiben, um den Abend bei einem Bier vom Fass ausklingen zu lassen. Zu später Stunde, schon beinahe morgens, sucht man seine Koje auf.

Der Sonntagmorgen beginnt deftig mit Spiegeleiern, da wir eine gute Grundlage für die Strapazen des Törns zurück nach Kampen benötigen. Ein "halber Wind" sorgt dafür, dass wir eine prächtige Tour erleben können. Erst auf dem letzten Stück auf der IJssel wird der Motor gestartet. Wir kochen noch einmal Tee und gegen fünf liegen wir wieder fest am Kai in Kampen. Es war sehr schön die alten Freunde wieder getroffen zu haben. Wir verabreden uns, diesen Törn unbedingt zu wiederholen!

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