Entdeckungsreise von Abel J. Tasman

 

Seekarte TasmanrouteAbel J. Tasman ist vor allem durch die lange Endtdeckungsreise in den Jahren 1642/43 bekannt geworden. Auf dieser Reise entdeckte er Tasmanien und Neuseeland. Er bekam im Jahr 1642 von der VOC den Auftrag, eine gute und sichere Fahrroute nach Südamerika zu finden. Die Spanier nämlich holten Silber aus Südamerika, und das wollten die Niederländer auch tun.  Aber die VOC traute sich nicht, Schiffe westwärts fahren zu lassen, da dort die Gefahr zu groß war, durch die Spanier, Portugiesen und Engländer angegriffen zu werden. Zu der Zeit wusste man bei der VOC bereits, dass die Erde eine Kugel ist. Tasman musste also probieren, von Indonesien aus ostwärts zu fahren, um sich von der "anderen" Seite der Erde dem Subkontinent zu nähern und somit eine Seeroute nach Südamerika zu finden.

Tasman bekam zwei Schiffe zur Verfügung gestellt, die Heemskerck und die Zeehaen. Sowie auch zwei wichtige Mitstreiter: Steuermann Frans Visscher und Kaufmann Isaac Gilsemans. Visscher war zuständig für den Handel mit der Bevölkerung der neu entdeckten Länder. Gilsemans, der sehr gut zeichnen konnte, hielt alle interessanten Gegebenheiten auf (See)karten fest. 

Die Reise sollte 10 Monate dauern. Im August 1642 verließen die beiden Schiffe Indonesien. Nach ein paar Wochen bereits wurde deutlich, dass die Schiffe dringend überholungsbedürftig waren, um diese schwere Reise fortsetzen zu können. Auf Mauritius wurden sie repariert. Hier wurden auch frische Lebensmittel an Bord genommen. Nach monatelanger Fahrt kam im November 1642 endlich neues Land in Sicht: das heute bekannte Tasmanien. Im Dezember 1642 kam erneut Land in Sicht. Heute wissen wir, dass es die Küste von Neuseeland war. Tasman und seine Mannschaft glaubten seinerzeit, in Südamerika zu sein, zumal sie schon so lange Zeit unterwegs waren.

Sie waren bei der Bevölkerung von Neuseeland -den Maori's- nicht allzu gut gelitten. Es wurden sogar einige Männer der Mannschaft getötet. Da hier aber kein Silber zu entdecken war, wurde weiter gefahren.

Man besuchte ausgiebig die Tonga- und Fidschiinseln und Gilsemans hielt alles mit dem Zeichenstift fest, auch die exotisch anmutenden Menschen. diese Zeichnungen in Tasman's Schiffstagebuch sind besonders wertvoll, weil sie die ältesten Abbildungen der Welt von diesen Inselbewohnern darstellen.

Im Frühjahr 1643 fasste man den Entschluss, wieder heimwärts (Batavia) zu segeln. Krankheiten grassierten an Bord. Eine Reihe von Mannschaftsmitgliedern war bereits gestorben. Der Zustand der Schiffe verschlechterte sich zusehends und man fürchtete schlechtes Wetter zu bekommen. Es dauerte noch bis Juni 1643, bevor die Schiffe wieder zurück im Hafen von Batavia waren.

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